Schon in der Schule wird uns beigebracht, dass es von oberster Wichtigkeit ist anderes Gedankengut, welches wir in der eigenen Arbeit eins zu eins übernehmen, richtig zu zitieren und immer die Quellen anzugeben. Während Schülern, denen diese Regeln gerade einmal beigebracht werden, leicht verziehen wird, erwarten einem im Studium und erst recht in der Berufswelt ernsthafte Konsequenzen. Denn einmal des Plagiats bezichtigt, verliert man im harmlosesten Fall lediglich einen wiederholbaren Schein. Passiert es allerdings in der Abschlussarbeit, wird man exmatrikuliert oder wie im prominentesten Fall des Doktortitels beraubt und erhält obendrein negative Schlagzeilen.
Ohne Moos nix los
Doch ist es vielleicht kein passendes Beispiel, da Herr (Ex-)Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg sich bereits beruflich etabliert hat und ohnehin finanziell abgesichert ist. Normalsterbliche, die aufgrund dessen gar nicht erst einen Abschluss machen können, werden es tendenziell äußerst schwer haben, überhaupt einen Job zu bekommen. Daher sollte sich niemand der Nachlässigkeit hingeben, selbst wenn die Arbeit einen Umfang von über 300 Seiten umfasst und man verständlicherweise irgendwann den Überblick verliert.
Der Weg zum Erfolg
Die Schritte zur Vermeidung der Exmatrikulation, der Aberkennung des Akademischen Grades oder einfach der Wiederholung der gesamten Arbeit sind: Erstens die Anschaffung der richtigen Lektüre, wie Burkhard Moennighoffs und Eckhardt Meyer-Krentlers "Arbeitstechniken Literaturwissenschaft", die sowohl die Zitierregeln als auch Bibliografiemöglichkeiten und vieles mehr enthält. Zweitens das sofortige Einfügen von Quellen, da das Nachtragen noch mühseliger und die Fehlerquote höher ist. Im dritten Schritt sollte die Arbeit von einem selbst nach tagelangem Liegenlassen durchgelesen und im letzten Schritt von Freunden und/oder einem Lektor gegengelesen werden. Dann muss nur noch der Inhalt stimmen, fristgerecht abgegeben werden und der Abschluss ist so gut wie in der Tasche.