Grandiose Bücher und Papyrusrollen mit Geschichten voller Fantasie, Größe und Verstand bereichern die Menschen seit Tausenden von Jahren. Und mit etwas Glück hält dieser Zustand des geistigen Ergusses auch nochmal solange an. Denn welch schönere Art als die Bündelung gedruckter Lettern in einem wohlriechenden, schicken Buch kann es geben, eine Zeit sowie ihre Gesellschaft widerzuspiegeln und die Menschheitsgeschichte zu dokumentieren? Ja, es mag viele Technikbegeisterte unter uns geben, die sofort eine schnelle, innovative Antwort parat hätten und mit schon länger praktizierten, fortschrittlichen Beispielen argumentieren könnten, aber das wollen wir Bücherwürmer jetzt einfach mal eiskalt ignorieren.
Eine unheilvolle Zukunft?
Die durchaus sinnvolle Digitalisierung beziehungsweise digitalisierte Katalogisierung des menschlichen Kulturguts hat die Entwicklung von Produkten, wie die beliebten eBooks sowie eLibrarys, begünstigt, die das non-virtuelle Buch immer mehr verdrängen. Pessimistische oder optimistische Prognosen (je nach Blickwinkel), sagen vor diesem Hintergrund das endgültige Ende des Buches voraus. Doch in Anbetracht der Tatsache, dass es immer genug Nostalgiker und aktivistische Kulturgut-Schützer geben wird, ist jene finstere Annahme nicht ernstlich zu befürchten, auch wenn die Popularitätsskala in den Negativbereich absinkt/absinken wird.
Spürbare Schönheit
Allein das Gefühl ein Buch in den Händen zu halten, die Seiten zu fühlen und sich mit diesem ins Bett einzukuscheln oder einfach nur in einer gemütlichen Ecke zu verkriechen und fernab jeglichen Alltagsstresses zu stöbern, ist unersetzbar - schon gar nicht durch flimmernde eBooks, die ein langes Lesevergnügen nicht besonders fördern. Auch die Anhäufung der persönlichen Lieblinge und Meisterwerke in den eigenen vier Wänden, die im Idealfall irgendwann zu einer Privatbibliothek führen, verschafft nicht nur wahre Glücksmomente bei jedem Blick auf die Errungenschaften, sondern ebenso eine tolle, warme Wohnatmosphäre - was Puristen natürlich anders sehen mögen. Ab einer gewissen Menge an Büchern empfiehlt es sich dann selbstverständlich wieder ein digitales Archiv- beziehungsweise Dokumentationssystem zu besitzen...