Wir alle tun es: träumen. Doch die meisten erinnern sich nach dem Erwachen entweder nur bruchstückhaft oder überhaupt nicht mehr an den Traum. Im Gedächtnis haften bleibende Ausnahmen sind dahingegen meistens Alpträume, die uns gnadenlos aus dem Schlaf reißen sowie den ganzen Tag oder länger beschäftigen, und natürlich Klarträume, dessen Vorgang in der Wissenschaft als luzides träumen bezeichnet wird.
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg
Luzides träumen bedeutet, dass wir im Moment des Träumens wissen, dass wir uns in einem Traum befinden. Dieses Wissen wiederum erlaubt uns die aktive Mitgestaltung beziehungsweise Lenkung des normalerweise unbewusst in der R.E.M.-Phase ablaufenden Prozesses, der unter anderem Tageserlebnisse sowie -eindrücke verarbeitet. Allerdings fliegen einem Klarträume nicht einfach und zahlreich zu, sondern man muss sie zuerst einmal erkennen und dann steuern lernen. Doch so mühselig das Unterfangen auch sein mag - von einigen Naturtalenten mal abgesehen - der beschwerliche Weg lohnt sich!
Der Realitätseffekt
Wer durchhält und den Dreh herausbekommt, kann seine Kreativität hemmungslos entfesseln. Wir können beispielsweise fliegend neue Welten erobern oder erschaffen und obendrein noch dank unserer Superkräfte die Herzen aller Männer und/oder Frauen höher schlagen lassen. Der Fantasie sind dementsprechend keine Grenzen gesetzt. Aber auch einen nützlichen Lerneffekt kann luzides träumen haben, indem wir zum Beispiel für einen Tanzkurs oder die Fahrprüfung trainieren. Bei Zweifeln bitte ausprobieren.